Wahrer geschichtlicher Anknüpfungspunkt von Verdis Ballo in maschera, uraufgeführt 1859 in Rom, ist das Attentat auf den schwedischen König Gustav III. während eines Maskenballs im Jahre 1792, das das Libretto in freier Form aufgreift und mit einer Liebesgeschichte verknüpft: Zwischen König Gustav und Amelia, der Frau seines Sekretärs Anckarström, hat sich eine heimliche Liebe entsponnen. Amelia sucht die Wahrsagerin Ulrica auf, umvon ihr ein Mittel zu erlangen, das den verbotenen Gefühlen Einhalt gebietet. Gustav hingegen, der bereits zuvor durch Anckarström vor einer Verschwörung gewarnt wurde, wird der baldige Tod prophezeit. Bei Vollmond begibt sich Amelia auf ein Galgenfeld, um dort, wie von Ulrica geheißen, die heilende Pflanze zu pflücken. Gustav ist ihr gefolgt, und sie gestehen sich ihre Liebe. Von Anckarström werden sie überrascht; als diesem das Verhältnis zwischen den beiden bewusst wird, soll Amelia sterben. Zudem verbindet er sich mit den Verschwörern gegen den König. Ein Maskenball am Hofe scheint die passende Gelegenheit für das Attentat zu sein. Anckarström ermordet Gustav, der ihm im Sterben Amelias Unschuld beteuert.

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