|
Für die Spielzeiten 2010/2011 und 2011/2012 ist der Tenor Emilio Pons festes Ensemblemitglied am renommierten Grand Théâtre de Genève in der Schweiz. Während seiner ersten Saison wird er dort die Rolle des „Troufaldino“ in Prokofjews „Die Liebe zu den drei Orangen“ singen. Zusätzlich hat er die Rolle des Grafen Almaviva, den er erstmalig bereits 2008 am Theater Freiburg verkörperte, in einer neuen Produktion von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ unter der Leitung des Rossini-Exegeten Alberto Zedda mitstudiert.
Unter seinen momentanen und zukünftigen Verpflichtungen ist sowohl die Partie des Don Ottavio in Mozarts “Don Giovanni” bei den Opernfestspielen in Sankt Margarethen, Österreich, in der er auch in der 2012-2013 Saison am renommierten Teatro Municipal in Santiago de Chile debütieren wird, als auch Liederabende mit der russisch-deutschen Pianistin Elena Nogaeva in Deutschland und Belgien. Er hat kürzlich sein Mexiko-Debüt in Beethovens „Fidelio“ als Jaquino an der Seite der mexikanischen Tenorlegende Francisco Araiza als Florestan, zum Anlass der Wiedereröffnung Mexikos führendem Opernhaus, und sein Debüt mit dem königlichen Philharmonischen Orchester Londons. Des Weiteren sein Belgien-Debüt als Egeo in Cavallis selten gespielter Oper „Giasone“ an der Flandrischen Oper (Gent und Antwerpen) in einer Inszenierung von Mariame Clement, dirigiert von Federico Sardelli.
Von 2008 bis 2010 war Emilio Pons festes Ensemblemitglied des Theaters der Stadt Heidelberg, wo er regelmäßig unter dem renommierten jungen GMD Cornelius Meister wichtige Fachpartien wie Nemorino in Donzettis „Der Liebestrank“, Tamino in Mozarts „Zauberflöte“, Lensky in Tschaikowskys Oper „Eugen Onegin“ und Narraboth in Richard Strauss’ “Salome“, aber auch erste Rollen in weniger bekannten Opern, von der Titelrolle Giuseppe Porsiles kürzlich wiederentdeckter Barockoper „Spartakus“ beim Festival Winter in Schwetzingen bis hin zum Hyppolith in Hans Werner Henzes „Phaedra“, die 2007 uraufgeführt und erstmalig 2008 in Heidelberg inszeniert wurde. Seine weiteren Rollen in jener Zeit beinhalteten Arbace in Mozarts „Idomeneo“, Mad Woman (Die Irre) in Brittens Oper „Möwenfluss“, Beppe in Leoncavallis „Der Bajazzo“, Serge/Adolphe in Martinus „Die drei Wünsche“ und den Fernando in der deutschen Erstaufführung von Granados „Goyescas“.
Emilio Pons begann seine Bühnenlaufbahn als Mitglied des Opernstudios des Mariinsky Theaters in Sankt Petersburg, wo er 2006 seinen ersten professionellen Auftritt als Arturo in Donizettis „Luzia von Lammermoor“ hatte. Es folgten in Deutschland seine Debüts als Ferrando in Tatjana Gürbacas Inszenierung von Mozarts „Cosi fan tutte“ (2007) unter der Leitung von Oswald Sallaberger und als Graf Almaviva in Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ am Theater Freiburg im Jahre 2008, dirigiert von Lutz Rademacher und inszeniert von Joan Anton Recchi.
Weitere Erfahrungen auf der Opernbühne umfassen Judith Weirs „Der blonde Eckbert“ an der Wiener Kammeroper und verschiedene Produktionen an der Indiana Unviversity wie Poulencs „Die Gespräche der Karmeliterinnen“, Brittens Oper „Peter Grimes“, Händels „Julius Cäsar“, Donizettis „Luzia von Lammermoor“ und „Susannah“ von Carlise Floyd. Diese Produktionen standen unter den Dirigaten unter anderen von Randall Behr, Christopher Larkin, David Effron und Imre Pallo und wurden inszeniert von Sir Colin Graham, Stefano Vizioli, Tito Capobianco und Tazewell Thompson. Emilio Pons trat bereits sowohl in New York, Chicago, Washington, D.C., als auch in Italien, Bermuda, Finnland, der Schweiz, den Niederlanden, Russland und Mexiko mit Werken des Barocks bis hin zu zeitgenössischen Werken des 20. und 21. Jahrhunderts auf der Bühne.
Geboren in Mexiko-Stadt, studierte Emilio Pons zuerst Klavier am staatlichen Konservatorium in der Klasse von Aurora Serratos, wo er 1999 seinen Abschluss als Konzertpianist machte. Zu selben Zeit studierte er Jura und schloss dieses Studium summa cum laude ab.
Während einer privaten Ausbildung in jener Zeit durch den Tenor David Portilla, beschloss er, eine Karriere als Sänger zu verfolgen. 2001 erlangte er an der Indiana University seinen Master und habilitierte 2008 mit seiner Dissertation „Russisch für Sänger: ein Handbuch für russische Diktion und ein Führer durch das russische Opernrepertoire anhand einer Textauswahl von über hundert Opernarien aller Stimmgattungen, mit einer Übertragung in die internationale Lautschrift, Wort-für-Wort-Übersetzungen und Übersetzungen ins idiomatische Englisch“. An der Indiana University war er Schüler des kubanischen Tenors Carlos Montané und des Baritons Andreas Poulimenos.
Emilio Pons wird derzeit von dem namhaften mexikanischen Tenor Kammersänger Prof. Francisco Araiza stimmlich und künstlerisch betreut. Meisterklassen besuchte er unter anderen bei so besonderen Sängerpersönlichkeiten wie Martina Arroyo, José Cura, Justino Díaz, Håkan Hagegård, Teresa Kubiak, Thomas Quasthoff und Virginia Zeani und bei prominenten Pianisten wie Malcolm Martineau, Roger Vignoles, Larissa Gergieva und Lorenzo Palomo.
Dr. Pons erhielt bereits eine Vielzahl von Stipendien und Auszeichnungen wie das angesehene Stipendium Mexikos FONCA (Nationale Stiftung für die Künste), SIVAM- (Internationale Gesellschaft mexikanischer Kunstwerte) Stipendien (2000-2002), die Olympia Barbera und Culver Miller-Stipendien der Indiana University (2002-2004) und INBA (Nationales Institut der Schönen Künste, Mexiko) in 2003. Er ist Preisträger des Irma Cooper-Wettbewerbes (2005), des Palm Beach Oper-Wettbewerbs (2005), des Wettbewerbes „Pavel Lisitsian“ (2006) und des RTB-Preises München, gestiftet beim Hans Gabor Belvedere-Wettbewerb 2007 in Wien. Siste endring: 2011-06-13, 07:16 EDT (Emilio Pons)
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||